Teil 2: Kennzeichnung von Atemluftflaschen

Hallo Zusammen,

unser erster Teil zum Thema Tauchflaschen und Gefahrengut ist gut angekommen. Es ist unser bestreben Dich als Taucher zu informieren und aufzuklären. Aus diesem Grund haben wir tiefer gebuddelt und: Je tiefer Du Dich mit dem Thema beschäftigst, desto umfangreicher wird der Umfang. Und so folgt der zweite Teil unserer Serie, wie (m)eine Tauchflasche richtig zu kennzeichnen ist. Und das aus Sicht als privater Taucher, als Vereinstaucher oder im Rahmen einer Ausbildung oder Veranstaltung einer Tauchschule oder Clubs.

Kennzeichnung nach Gefahrstoffrecht kontra Kennzeichnung nach Gefahrgutrecht
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass es einen Unterschied zwischen der Kennzeichnung nach Gefahrstoffrecht für das Inverkehrbringen von gefährlichen Stoffen und nach Gefahrgutrecht für den Transport gibt. Es handelt sich dabei also um zwei verschiedene Regelungsbereiche.

Die Kennzeichnung der Atemluftflaschen nach den Vorschriften des Gefahrgutrechts ist somit parallel vorzunehmen.

gefahrengut-kennzeichnung

Und wieder stellen wir Dir das Ergebnis zusammenfassend voran.
Wer muss kennzeichnen? Derjenige, der das Gemisch in Verkehr bringt. Inverkehrbringen bedeutet die Bereitstellung für Dritte. Deutlicher: “Befüllen einer Atemluftflasche mit Atemluft”.

  • Tauschule/Füllbude:
    Ausnahmslos jede Tauschule oder Füllstation.
  • Verein/Club/GbR:
    Ausnahmslos jeder Verein, Club, oder auch Gemeinschaften bürgerlichen Rechts.
  • Veranstalter:
    Ausnahmslos alle, sofern Tauchflaschen zur Verfügung gestellt werden.

Ausnahmen:
Private Person füllt am eigenen Kompressor für den eigenen Bedarf.
Private Person befüllt im Tauchshop seines Vertrauens selber an der Anlage der Tauchschule und nimmt selbst den Füllvorgang vor. Letzteres… wie realistisch ist das? In der Regel sind das sensible Bereiche und nur ausgebildetes Staff-Personal hat Zutritt zum Kompressorbereich.

Aufgrund dieser Einstufung müssen die Atemluftflaschen durch denjenigen, der das darin befindliche Gemisch Druckluft in Umlauf bringt, gekennzeichnet werden. Im konkreten Fall wird unter dem Begriff „Inverkehrbringen“ in der Fachwelt [1] das Befüllen mit Druckluft verstanden.

Es ist somit auf ein oder mehreren Flächen der Verpackung (Atemluftflasche) ein Kennzeichnungsetikett in deutscher Sprache [2] anzubringen. Die volumenabhängigen Mindestabmessungen betragen für die gängigen Atemluftflaschen [3] mind. 74 x 105 mm.

Folgende Angaben sind notwendig:

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Befüllers
  • Nennmenge des Gemisches, sofern diese Menge auf der Atemluftflasche nicht anderweitig angegeben ist.
  • Produktidentifikator für das Gemisch: Luft, verdichtet (Pressluft)

Gemäß CLP-Verordnung [4] müssen einzelne Bestandteile eines Gemisches nur dann zwingend aufgeführt werden, wenn sie zu einer akuten Toxizität, die Ätzwirkung auf die Haut oder die Verursachung schwerer Augenschäden usw. beitragen. Dies ist somit bei der Kennzeichnung von Druckluft mit ihren (Haupt-)Bestandteilen Stickstoff und Sauerstoff nicht erforderlich.

Muster Gefahrenpiktogramm: GHS04 (Mindestfläche 5,18 cm²)
gefahrenpiktogramm-ghs04

Signalwort: Achtung
Gefahrenhinweis H280 [5]: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erhitzen explodieren
Sicherheitshinweis P410 [6]: Vor Sonnenbestrahlung schützen

Wie muss gekennzeichnet werden?
Mit einem auf der “Verpackung” = Atemluftflasche aufzubringenden Etikett. Erforderliche Angaben findest Du oben angeführt. Hier ein Beispiel für ein Musteretikett:

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Die Etiketten kannst Du hier direkt mit Namen, Anschrift und Telefonnummer Deiner Organisation personalisieren. Weiterhin besteht die Möglichkeit, ein farbiges Logo aufzudrucken.

Wie Du siest – alles nicht ganz so einfach. Wir wollen doch nur tauchen gehen…
Aber wundere Dich nicht, wenn Deine Tauchschule Deines Vertrauens Dir plötzlich Deine Tanks kennzeichnen will. Es geschieht sicher nicht aus reiner Lust und Laune des Betreibers heraus.

Hier ein paar ergänzende Hinweise:
[1] Vgl. BAM Bundesanstalt für Materialprüfung
[2] Amtssprache des Landes, in dem das Gemisch in Verkehr gebracht wird
[3] 4 – 6,8 Liter
[4] Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 Art. 18 (3) b)
[5] Auch “H-Sätze” genannt. Buchstabe „H“: Kode für Gefahrenhinweis; Zahl „2“ für physikalische Gefahr

Wir wünschen Dir weiterhin stets “GUT LUFT!”

Dein Team-Sidemount
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Sidemount-Kurs und Skill-Training am 06.+07.02.2016 in München

Hallo Zusammen,

wir sind am Samstag und Sonntag, 06.+07.02.2016 wieder einmal in München zum Tauchen. Aus diesem Grund bieten wir Euch die Möglichkeit in einem Intensivkurs Dich individuell zu trainieren.

Neben der nötigen kurzen Theorie legen wir sehr viel Wert auf den praktischen Teil im Wasser. In einem Workshop optimieren wir Deine Ausrüstung/Dein System, besprechen diverse Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen.

Neben einem Vollkurses streben wir Deine Optimierung und ein Skill-Training bzw. Auffrischung an. Im warmen Poolwasser werden wir Deine Fähigkeiten im Wasser optimieren. Deine Entwicklung dokumentieren wir anschaulich mit Bildern und Videos.

Divers Inn Aufkirchen

Für weitere Informationen melde Dich einfach per Email an roby@sidemount-forum.com.

Euer Team Sidemount-Forum.com
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Sidemount Cavern Kurs – Starte jetzt durch

Sidemount Cavern Kurs – Start im Februar 2016

Klare Sicht und eine Welt voll kleiner und großer Wunder. Aber Vorsicht! Diese Spielart des Tauchens beinhaltet ein gehöriges Suchtpotential.

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Das Höhlentauchen ist zweifelsohne eine der faszinierendsten Spezialgebiete des Tauchsports überhaupt. Es macht Spaß, den Höhlen der ganzen Welt ihre verborgenen Geheimnisse zu entlocken und für eine sichere Erkundung auch das nötige Wissen und die Fertigkeiten zu besitzen. Allerdings verlangt diese Aktivität nach einer grundsoliden und seriösen Ausbildung.

Der Sidemount Cavern Kurs ist ein Anfängerkurs für Höhlentaucher. Ein guter Höhlentaucher wird man nicht in einem einzigen Kurs oder gar an einem Wochenende.

Dieser Kurs ist sehr aufregend und stellt eine echte Herausforderung dar. Er beinhaltet mindestens drei Tauchgänge, die sich über mindestens zwei Tage erstrecken. Während des ersten Freiwassertauchgangs wirst Du den Umgang mit einer Führungsleine üben, Du lernst mehr über die Handhabung von Seilrollen und über Notfallverfahren, ohne dabei in eine Höhle einzudringen. Während der nächsten Tauchgänge jedoch wirst Du in die Höhle eindringen, aber innerhalb der Lichtzone bleiben und eine maximale Distanz zur Oberfläche von insgesamt 40 Metern/130 Fuß einhalten. Im Cavern Taucher Kurs lernst Du die grundlegenden Tauchtechniken und das Wissen für Cavern Tauchen. Außerdem erhältst Du eine Einführung in die beim Höhlentauchen involvierten Gefahren.

Problemlösungen beim Cavern Tauchen beinhaltet (nicht ausschließlich) Körperhaltung im Wasser (Trim), Tarierungskontrolle, Notfallverfahren, Leinenhandling und Flossenschlagtechniken. Unfallanalysen bilden die Basis dieser Lernerfahrung. Besondere Beachtung in dieser einzigartigen Umwelt gebührt der Verschlammung, Verwicklung in der Leine, Orientierungslosigkeit und Ausrüstungsveränderungen.

Du lernst explizit:
• Höhlenorientierung und Benutzung von Führungsleinen
• Planung, Organisation, Techniken, Probleme sowie Gefahren des Höhlentauchens
• Benutzung von spezieller Ausrüstung wie Lampen, Führungsleinen, Handhabung von Seilrollen sowie zusätzlicher Luftversorgung
• Verfahren bei „Habe keine Luft mehr Situationen“, Orientierungslosigkeit, Hängenbleiben/sich verfangen, Probleme mit Führungsleinen und weitere Notfallverfahren, die mit dem Höhlentauchen verbunden sind
• Das Aufwirbeln des Untergrundes, Tarierungskontrolle, Luftmanagement sowie Notfallverfahren
• Maximale Tiefe sowie erlaubte Entfernungen für das Höhlentauchen.

Du siehst, die Ausbildung ist komplex und fordernd. Also genau der richtige Schritt, Dich auf den nächsten Level zu bringen.

Die Teilnehmerzahl ist bei maximal drei Schülern begrenzt. Voraussetzung für den Kurs bildet mindestens eine Advanced Ausbildung (oder Äquivalent), mindestens 50 Tauchgänge und Erfahrung im Trockentauchen. Idealerweise hast Du keine Berührungsängste mit der Dunkelheit.

Termin: 20./21.02.2016.
Ort: Thunersee/Schweiz.
Preis: ab 400 EUR/Person – abhängig von der Teilnehmerzahl.

Du hast noch Fragen? Dann sende uns Deine Frage per Mail an roby@sidemount-forum.com.

Alle Jahre wieder…

Silvestergrüße 2015 vom Sidemount-Forum

Hallo liebe Sidemount-Gemeinde und Sidemount-Interessierte!

Auch das Jahr 2015 rast unhaltsam auf sein Ende zu – und das neue Jahr steht bereits in den Startlöchern. Also ist es Zeit, sich kurz auf das vergangene Jahr zu besinnen – und einen Rückblick zu wagen.

Knapp etwas mehr als drei Jahren liegt das Gründungsdatum unseres Forums nun zurück. Und wir müssen sagen: Sehr erfolgreiche Jahre. Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich unser und euer Einsatz gelohnt. Das Sidemount-Forum ist nicht mehr aus der nach wie vor wachsenden Sidemount-Gemeinde weg zu denken. Und das als Non-Profit Webseite – ein echt toller Erfolg. Dieser spiegelt sich auch in den Zahlen wieder: Mehr als 129.000 Seitenaufrufe, mehr als 15.000 Beiträge, etwas mehr als 1.500 Themen und etliche Bilder von Euch. Da bleibt uns nur übrig Euch allen da draußen unseren besten Dank auszusprechen!

Einen Ausblick in die Zukunft wollen wir auch wagen. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an einem neuen, frischeren Outfit und Auftritt. Dies bindet viel Energie und frißt eine Menge Freizeit. Zeit, welche wir lieber im Wasser verbringen würden. Aber Service First ist unsere Devise. Des Weiteren erwartet Euch in naher Zukunft ein integrierter Shop – der über das Fashion Thema hinaus gehen wird. Lasst Euch überraschen und: “Stay tuned!” Zu guter Letzt dürfen wir Euch – vielleicht schon im Januar – Neues vom Lampenmarkt berichten. Ansonsten werdet ihr uns in Düsseldorf auf der Messe “boot2016” antreffen. Wenn ihr uns seht – sprecht uns einfach an. Wir beißen nicht – versprochen! Dazu planen wir die ein oder andere Veranstaltung – mit dem Highlight im Juni 2016. Mehr davon in Kürze!

So – jetzt können wir nicht mehr als erneut ein Danke aussprechen und freuen uns sehr auf ein gemeinsames und informationsreiches Jahr 2016!

Euer Team Sidemount-Forum.com
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APEKS WSX-25 – letzte Möglichkeit

Hallo Sidemount-Gemeinde,

wir haben einen erfolgreichen Start gehabt – und können Euch die letzten beiden APEKS WSX-25 Sidemount-Modelle zu einem Vorzugspreis von 649€ inklusive Pouch und Porto anbieten.

Es gilt das Windhund-Prinzip – wer zuerst kommt…

Bei Interesse bitte Email an team@sidemount-forum.com.

Euer Team Sidemount-Forum.com
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Testbericht Finnsub FLYside

Hallo Zusammen,

der Testbericht zum Finnsub FLYside ist endlich fertig. Nach vielen Testtauchgängen im Flachwasser als auch mal tiefer “da unten” haben wir tiefen Einblick erhalten und großes Vertrauen in das neue SM-System von Finnsub gewonnen.

Zunächst aber geht mein herzlicher Dank an Josef Vacek für die Überlassung zweier Systeme für einen ausführlichen Test. Zur Verfügung stand das Finnsub FLYside Custom-System (für den Endverbraucher) als auch das Finnsub FLYside School-System (für die Ausbildung) – beide Systeme in der vollen Ausstattungsvariante.

Testbericht zum Finnsub FLYside

Haptischer Eindruck:
Der erste sehr gute Eindruck des Systems auf der boot2015 in Düsseldorf bestätigte sich in meinen Händen liegend. Das FLYside macht einen äußerst robusten und sicheren Eindruck. Die Blase ist zweischalig aufgebaut, die Innenblase kann über einen Reißverschluss entnommen und von Sand, Schlick oder ähnlichem gereinigt werden – sehr gut!
Das Harness ist unterschiedlich im Härtegrad verfügbar – mittelhart beim Custom-, weich beim Schulungs-System. Vorteil weiches Gurtband: Es erlaubt ein leichtes Einstellen der Längen und die Positionierung der D-Ringe. Die D-Ringe am Bauchgurt lassen sich als Sliding D-Ringe verwenden – und erlauben das Nachjustieren durch den Taucher oder durch den Tauchlehrer direkt im Wasser. Der weiche Schrittgurt schützt vor Abrieb und ist gerade im dünnen Neoprenanzug ein Komfortvorteil. Unter Last mit Stahlflaschen am Bauchgurt ist das weiche Gurtband aber definitiv zu weich. Das härtere Harness gewährt eine feste Positionierung der D-Ringe und diese bleiben auch unter Last stabil am Platz. Die Einstellung der Längen und die Positionierung der D-Ringe fallen dagegen etwas aufwändiger aus. Stellen aber definitiv kein Problem dar.

Ausstattung:
Grundsätzlich gefällt mir das clevere Baukastenprinzip. Hier wurde das gesamte System komplett durchdacht. Hier finden sich Taucher mit bestehenden Ausrüstungsteilen genauso wieder wie der noch jungfräuliche Sidemount-Beginner. Dies erlaubt unter Umständen eine Begrenzung der Anschaffungskosten.

Welche Ausstattungsdetails stehen zur Verfügung?
Das Gewichtssystem: Wahlweise stehen 3mm Alu, 3mm- oder 6mm-Edelstahl-Backplates (0,75kg, 2,75kg, 5,5kg) zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit, ideal gerade auf Reisen, Bleitaschen mit doppelten Klettverschluss in den Dimensionen 3kg-2kg-1kg zu wählen. Des Weiteren ist die Verwendung eines P-Weights (ca. 6kg) möglich – alternativ zwei Festbleistücke (je 5,5kg), welche direkt an der Backplate verschraubt werden können.

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Die Inflatoreinheit: Der Inflator kann wahlweise mit einem Kunststoff- oder einem Edelstahlkopf bestückt werden. Kunststoff ist leicht und für Reisen toll. Die Edelstahl-Variante mag der ein oder andere lieber bei einer Open-Water-Konfiguration des Inflators über die Schulter bevorzugen. Hier liegt der Inflator immer richtig – dank des Gewichtes. Dies spielt bei der Verwendung eines Kunststoffkopfes bei einer vor der Brust-Befestigung weniger eine Rolle – hier sorgt das beigefügte Bungee für den richtigen Sitz. Für meinen Geschmack darf das Bungee aber etwas dünner ausfallen. Des Weiteren ist es möglich zwischen drei Positionen für den Inflator zu wählen. Innenliegend rechts oder links oder alternativ über die Schulter. Die Länge des Inflatorschlauches ist wählbar – verfügbar in den Längen 40cm und 50cm. Dazu gibt es standardmäßig zwei Überdruckventile, welche mit einem Kordel und einem Kunststoffabschluss versehen sind. Der Schnellablass auf der Blasenoberseite verfügt meines Erachtens über einen zu lang geratenen Kordel – dieser kann individuell angepasst und gekürzt werden. Schön ist die Lösung der Führung des Kordes in einer durchsichtigen Tube – das gewährt einen Blick auf eine mögliche Verschmutzung oder Beschädigung. Die zweite Entlüftung erfolgt an der Blasenunterseite innenliegend, geführt durch eine Öse. Hier besteht die Wahl der Montage links oder rechts – je nach Bedarf und Wunsch. Ein Blindstopfen ist im Paket enthalten. Nicht jeder nutzt den Schnellablass auf der Blasenoberseite – aus verschiedentlichen Gründen.

Bungee-Führung: Mit der Lieferung enthalten ist ein Schulterbungee je Seite. Dieses ist sehr flexibel und sollte in der Regel doppellagig um die Ventilverlängerung gelegt werden. Die Länge lässt sich einfach und schnell durch Abknoten variieren und einstellen. Im Bungee geführt wird ein kleiner Karabiner, welcher ein fixieren des Bungees im Schulter D-Ring erlaubt. Die Bedienung geht prima mit dicken Nasshandschuhen, mit Trocki-Handschuhen bedarf es freilich etwas mehr Übung – oder tauscht es aus. Eine Modifizierung Richtung Floating Loop ist durchaus machbar. Beim Schulungssystem sollte die schnelle Verstellbarkeit des Harness nicht eingeschränkt werden. Wer eher dickeres Bungeematerial bevorzugt, der möge dies gerne austauschen – eine Arbeit von wenigen Minuten.

Das Harness: Unterschiedliche Härtegrade bestehen zwischen dem Schul-System (weich) und dem Custom-System (mittelhart). In beiden Fällen ist eine V-Bauform gegeben und sorgt für sicheren Sitz. Zudem hat das Schulungs-System eine Schnellverstellung aus Metall. Dies erlaubt ein komfortables Anlegen sowie problemloses Anpassen zwischen Neopren- oder Trocki-Nutzung. Reinschlüpfen, festziehen. Lediglich die Position der Schulter D-Ringe sollte noch überprüft werden. Fertig. Neben den zwei Einzel Schulterbungees mit Karabinern wird das System mit je zwei Schulter D-Ringen ausgeliefert, welche direkt untereinander liegen. Am Bauchgurt befinden sich je Seite zwei kleine Billy-D-Ringe. Dies erlaubt Alu-Tanks bei 120 bar und weniger ein wenig nach vorne zu klippen. Klappt hervorragend. Am weichen Schrittgurt ist je ein D-Ring vorne und hinten angebracht.

Die Auftriebsblase selber ist außen aus Cordura 2000 und innen aus Cordura 500 TPU (Innenblase beschichtet mit Film-Folie 500my) – und mit einer 5-Punkt-Befestigung mit dem Harness sicher verbunden. Zwei Schnellablässe und ein Inflatoreinlaß ermöglichen eine individuelle Konfiguration der Inflatorposition. Wahlweise kann die Blase in den Farben rot und schwarz geordert werden. Das 3D-Design ist stromlinienförmig flach und bietet gerade im Beckenbereich den gewünschten Auftrieb von 12,5L/25lbs/122NM. Noch in 2015 folgt eine Blasenvariante unter dem Begriff FLYspeleo – mit 6-8L Auftrieb in einer kompakteren Größe, welche flexibler ist und speziell für die Höhlenjunkies gefertigt wird.

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Weitere Extras oder Zubehör wie eine Buttplate mit abgeschrägten (45 Grad) und unterteilten Bars, ein Storagepack für eine Boje oder Liftback auf der Backplate sowie eine bewegliche Tanklampenhalterung auf der Buttplate komplettieren den modularen und individuellen Baukasten.

Die Ausstattungsvariationen sind wirklich hervorragend. Neben dem kleinen Packmaß und dem guten Reisegewicht wird das System „out-of-the-box“ geliefert. Es gehört zur „one-size-fits-all“-Kategorie und lässt sich insbesondere beim Transport schön klein verpacken – insbesondere dann, wenn keine Backplate verwendet wird.

„Wer die Wahl hat, hat die Qual…“ – für einen Sidemount-Einsteiger ist es sicher ratsam das persönliche System mit einem Profi zu besprechen und zu konfigurieren. Zu gern verliert man sich bei der Fülle der Möglichkeiten im Detail.

Die Praxis: Die Bestückung der Bleitaschen erfolgt mit Hartblei als auch Softblei außerordentlich einfach. Lediglich auf der inflatorgeführten Seite bedarf es ein wenig mehr Fingerspitzengefühl. Der Wechsel zwischen den einzelnen Backplates ist selbsterklärend und einfach. Das Anbringen von P-Weight oder der speziell gefertigten Festbleistücke ist kinderleicht – und in allen Fällen in Handumdrehen erledigt. Ob Trocki oder Neo, ob Warm- oder Kaltwasser – das System lässt sich rasch und unproblematisch den Erfordernissen anpassen und bietet ausreichend Raum für benötigten negativen Auftrieb bis zu 22,5kg.

Der Schnellablass ist unten rechts oder wahlweise links auf der Innenseite angebracht. Die kurze Schnur mit dem kleinen Plastikkopf ist ohne Übung zunächst nicht so einfach zu finden. Ohne Handschuhe gar kein Problem – mit dicken Handschuhen schon schwerer. Ein Tausch der Ein-/ Auslasseinheiten unten ist möglich, bedarf aber einer kleinen Bastellösung (Abtrennen des Plastikkopfs).

Diverse Tauchgänge auf 40m+ mit drei Alus – im Neopren oder auch im Trockentauchanzug– stellten kein Problem dar. Zwei Stahlflaschen sowie zwei Alu-Tanks im Trocki auf großer Tiefe mit dickem Neopren und ohne Redundanz war gerade so machbar – aber auch grenzwertig. Der viel kritisierte Schnellablass auf der Blasenoberseite stellte sich für mich nicht als Problemstelle heraus – liegt doch dieser geschützt hinter meinem Kopf. Beim Höhlentauchen selber kam ich nicht an die Grenzen des Systems. Allerdings unterlag ich auch nicht der Versuchung durch ein Loch/Öffnung/Restriktion, die kleiner ist als ich, hindurchzudrücken.

Das finde ich gut…

  • Durch das weiche Gurtband lassen sich alle Einstellungen leicht und komfortabel und ohne Schwierigkeiten vornehmen (Bleistopper/D-Ringe/Längenverstellung).
  • komfortable und große Bleitaschen (wählbar)
  • wählbare Art und Stärke der Backplates
  • damit verbunden ist eine hohe Bleizugabe
  • gute Ausstattung hinsichtlich D-Ringe, Bleistopper, Karabiner – alles dabei
  • das Harness ist sehr großzügig bemessen – eine XXXL-Größe passt da genauso rein wie eine XS-Größe
  • leichtes Reisegewicht

Da wünsche ich mir NACHBESSERUNG…

  • ggf. zu kurze Backplate für lange Kerle/Frauen

Fazit: Aufgrund der hohen Qualität des Materials, der Verfügbarkeit eines Schulungs-Systems, der „one-size-fits-all“-Strategie (XS-XXL) ist ein sehr breiter Einsatzspektrum möglich – gerade für Tauchschulen. Die Maximal-Verstellung dauerte je Person knapp 5min. Das leichte Reisegewicht, die großen, zuverlässigen und komfortablen Bleitaschen machen das System zu einem idealen Reisebegleiter. Kleine Änderungen sind rasch und einfach vorzunehmen und bedürfen kein großes handwerkliches Geschick. Der Preis liegt in der Maxi-Ausstattung bei knapp 650€ – bietet dafür aber ganzjährigen Einsatz an.

Empfehlung: KAUFEN!

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Sidemount-Kurs und Skill-Training in München am 20.+21.06.2015

Hallo Zusammen,

wir sind am Samstag und Sonntag, 20.+21.06.2015 wieder einmal in München zum Tauchen. Aus diesem Grund bieten wir Euch die Möglichkeit in einem Intensivkurs Dich individuell zu trainieren.

Neben der nötigen kurzen Theorie legen wir sehr viel Wert auf den praktischen Teil im Wasser. In einem Workshop optimieren wir Deine Ausrüstung/Dein System, besprechen diverse Systeme mit ihren Vor- und Nachteilen.

Neben einem Vollkurses streben wir Deine Optimierung und ein Skill-Training bzw. Auffrischung an. Im warmen Poolwasser werden wir Deine Fähigkeiten im Wasser optimieren. Deine Entwicklung dokumentieren wir anschaulich mit Bildern und Videos.

Divers Inn Aufkirchen

Für weitere Informationen melde Dich einfach per Email an roby@sidemount-forum.com.

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Mit dem USC Altensteig und dem Sidemount-Forum am 01. Mai 2015 ins Wasser

Hallo Zusammen,

merkt Euch den 01. Mai 2015 vor. An diesem Feiertag lädt der USC Altensteig zum Antauchen in der Nagoldtalsperre/Erzgrube. Mit dabei sind die Gästetaucher der Tauchsparte des SV Böblingen. Treffpunkt ist ab 9.30 Uhr auf der Wiese am Parkplatz 6.

Neben den ersten Freiwassertauchgängen der OWD-Schüler sind alle herzlich zum gemeinsamen Tauchen und Grillen eingeladen.

Zudem bieten wir allen Sidemount-Interessierten ein erstes (Be-)schnuppern an. Ob Basic/Recreational Sidemount, Advanced Sidemount oder technisches Sidemount – für alle Neugierige und Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Zudem besteht die Möglichkeit des Sidemount-Schnuppertauchens im Wasser.

Euch erwartet neben einer ersten Orientierung auch eine kleine Übersicht der verschiedenen Systeme am Markt. Und dann geht es auch schon ins Wasser. Aufgrund der begrenzten Zahl an verfügbaren Systemen und Tanks ist ggf. etwas Zeit und Geduld einzuplanen.

Sidemount im Baggersee

Also: Packt Eure Picknick-Decken ein, bringt was zur Verköstigung mit und vergesst nicht viele Sonnenstunden zu reservieren.

Wir freuen uns auf Euch und ein gelungenes Miteinander!

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